Die Tütenmacherinnen

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CHRISTINE NICOLAY

Kunst als Dialog

Meinen Weg als Künstlerin beschreibe ich als einen Vorgang des sich unvoreingenommenen Vertiefens von verborgenen Bildern und der Anschauung von erlebten Eindrücken. Es ist ein Spiel mit Intuition und Kalkül, das als Prozess der Gestaltung sichtbar wird. Die Dokumente dieser Auseinandersetzung sind frugale, vegetative Formen und Bildspuren und die menschliche Figur.

In meiner Arbeit als Künstlerin gehe ich auf Erlebnisse, aktuelle Ereignisse und vorgefundene Räume ein. Ich lasse sie auf mich wirken und transformiere sie zu Skulpturen, Installationen und Kunstaktionen. Dies geschieht vor Ort, im öffentlichen Raum, im Dialog mit Menschen, oft können diese Kunstwerke von Menschen erprobt und genutzt werden.

Meine Tätigkeit als Kulturpädagogin basiert auf der Überlegung, dass, das ganzheitliche, prozesshafte Denken und Handeln, jedem Menschen zu Eigen ist, bzw. gefördert werden kann und damit persönliche und gesellschaftliche Fragen bewegt und gelöst werden können. Ich gebe diesbezüglich Anregungen und Begleitung.

Als Bildhauerin und Trauerbegleiterin gestalte ich Grabmale in Zusammenarbeit mit Betroffenen. Es sind Grabmale für den Menschen, wobei die Hinterbliebenen des Verstorbenen gedenken und durch die künstlerische Gestaltung neue Ansätze zur Bewältigung ihrer Trauer finden können.

Margit Kuhnle
 

Der feministische Widerstand gegen die Stationierung der Mittelstreckenraketen hat mich in den Hunsrück gebracht. Dort lebe ich seit 1987, da war ich gerade 30 Jahre alt. Ich beschäftige mich mit Aufrüstung - Abrüstung - Ausgrenzung - Asphaltierung - Atomkraftalternativen - Aikido - Alternative Lebensformen und so weiter durchs Alphabet, und suche dabei nach Möglichkeiten der Einflußnahme.

2000 bin ich zu meiner eigenen Überraschung zur Bildhauerei gekommen, mein Zugang fand über den Stein statt. Ich verfolgte meine Entwicklung in der Bildhauerei auf autodidaktischen Wegen und als Assistentin bei KünstlerInnen.

Symposien weckten in mir die Leidenschaft mit und für Orte zu arbeiten, und in Kontakt mit den BetrachterInnen zu kommen, ja sie zu Mitwirkenden zu machen. Die Arbeit mit den Tütenmacherinnen ist eine große Bereicherung in meinem Leben.


Karola Roski

1957 im Ruhrgebiet geboren,
in Essen Grafik-Design studiert, danach als Freischaffende für Werbeagenturen in Essen, Köln und Düsseldorf tätig.
1998 Rückzug mit Mann und MAC in die Eifel.
Macht nur noch Werbung für ausgesuchte Kunden.
Konzentriert sich immer mehr darauf, eigene künstlerische Prozesse in Gang zu bringen.
Hat als Tütenmacherin einen wichtigen Rahmen für ihre künstlerische Entfaltung gefunden.

Macht gerade zusammen mit den Tütenmacherinnen ihre erste Ausstellung.

Margot Hainzl, Jahrgang 1963

Bis 1989 Studium der Musik.

Als Musiklehrerin und Darstellerin in vielen

Projekten tätig. Lebt seit Juli 2013 in Schweden und hat sich endlich entschlossen, dass sie darstellende und bildende Kunst gleichermaßen ausüben will. Als Tütenmacherin wird der Entschluss nun erstmalig verwirklicht

Anja Knodel,

 Jahrgang 1965

Kölnerin - Malerin - Fotografin

arbeitet immer nach dem Satz von Picasso "Je ne cherche, je trouve"; Ich suche nicht, ich finde. Die Arbeit mit den Tütenmacherinnen weckt Neugierde und Freude an der Entdeckung. Immer wieder neue und alte Wege gehen, auf unterschiedlichste Art und Weise- das macht diese künstlerische Arbeit aus.